31 Januar 2009

Speicherstadt


Die hamburger Speicherstadt mit Eis in den Kanälen. Leider mangels Stativ freihand aufgenommen.
Aber es gibt schlimmeres als nochmals da hin zu müssen um es besser zu machen ... ;-)

29 Januar 2009

Reisebericht Nepal - Teil 4

Die nächste Etappe hat uns dann nach Portse Tanga (3700 m) geführt, wo wir mit der Lodge etwas Pech hatten. Die eigentliche Lodge war voll, und die Zimmer in der Porter-Lodge waren es ebenfalls
Nach einigem hin und her kam dann raus, dass im Dormitory noch was frei wäre, und so finden wir also doch noch ein Plätzchen. Hey, wir sind da hin um ein Abenteuer zu erleben. Und ehrlich gesagt, so wie es dort aussieht, hatte ich es die ganz Zeit erwartet. Den bisherigen Luxus mit Spülklosett und Co hatte ich nicht vermutet.
Unsere heutige Unterkunft ist eine roh gemauerte Hütte, innen sind mit Sperrholz drei kleine offene Abteile abgetrennt, in denen Pritschen mit dünnen Schaumstoffmatten liegen. Den Dreck und die Risse deckt die Besitzerin schnell noch mit großen Tüchern ab, und wir können es uns gemütlich machen.
Da wir auch eine Weile in der Küche sitzen verzichten wir auf größeres Essen, eine Nudelsuppe dürfte noch das unverfänglichste sein. Aber immerhin haben wir dank des Flusses vor der Tür fliesend Wasser!
Geheizt wird am Abend dann mit Yakdung, was ziemlich schwierig ist, weil von den guten Leuten noch keiner was davon gehört hat, dass man die alte Asche erst raus macht, bevor man ein neues Feuer macht, und da eine Fensterscheibe komplett fehlt wird das wohl auch nicht lange im Raum bleiben.
Als wir dann irgendwann beschließen uns hinzulegen, entsteht großer Tumult. Die Tür wird aufgerissen, die Träger (unsere und die der aus der anderen Lodge) räumen die Tische und Stühle raus, bringen ein paar wenige Matratzen rein, und das einzige Mal auf dieser Reise wissen wir wo unsere Träger übernachten.
Am nächsten Tag geht es dann weiter nach Dole (4000 m), wo wir schon am frühen Mittag ankommen. Theoretisch könnte man noch bequem die nächste Etappe schaffen, aber mehr als 300 Höhenmeter sollte man pro Tag nicht machen, um nicht Höhenkrank zu werden.
Wir sehe eh jeden Tag mindestens 4-5 Hubschrauber die die Idioten ausfliegen, die partout nicht auf ärztlichen Rat hören wollen und zu schnell hoch sind.
Diese Lodge ist zwar wieder „komfortable“ gebaut, hier gibt es auch eine Indoor-Toilette, aber dafür kein fliesend Wasser, bzw. eben kein Wasser. Hände oder anderes zu waschen ist hier dann schon etwas umständlicher, denn das Wasser das in der Küche benutzt wird, muss erst vom Fluss geholt werden der ziemlich weit unterhalb ist. Dank weniger Eimer muss man also sehr sparsam mit dem Wasser umgehen.
Da die Wände hier nur aus dünnem Sperrholz sind, verspricht die Nacht sehr kalt zu werden. Ich hatte eh schon den ganzen Vormittag gefroren, und da die Lodge unbeheizt ist, wird das den Tag über nicht besser.
Bislang hatten wir mit dem Wetter Glück und es war immer sonnig, heute ist es aber feucht und neblig, und zu der Erkältung die ich mir in Namche eingefangen hatte gesellt sich leichtes Fieber.

Als mich die Logdebesitzerin so frierend in eine Decke eingemummelt sieht meinte sie, dass heute Nachmittag dann der Ofen eingeheizt wird. Nachmittag hieß dann 17 Uhr.
Die Nacht selber in den immer ungeheizten Zimmerchen war dann tatsächlich auch nur 3 Grad warm, aber im Schlafsack war das ok. 

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26 Januar 2009

Reisebericht Nepal - Teil 3

Nach dem Frühstück, ein Brotfladen und Rührei, ging es dann weiter. Die heutige Etappe war Phakding nach Namche Bazar (3440 m).
Man merkt hier sehr schnell, dass der Tourismus in der Gegend boomt, alleine ist man praktisch nie. Die meisten der anderen Trekker werden aber nach Namche Richtung Everest Base Camp abbiegen. Der Weg führt immer einem Fluss lang, den man über mehr oder weniger hohe Hängebrücken überqueren muss. Die wurden allerdings schon vor einiger Zeit gegen Stahlseilbrücken ausgetauscht, man muss sich also recht wenig Sorgen machen. Lediglich wenn Yaks drüberlaufen sollte man warten, allerdings mehr wegen dem Platz.
Unterwegs haben wir dann den ersten Blick auf den Mt. Everest, wobei ich da recht unbeeindruckt von war. Da gibt es hier dann doch einige Gipfel, die schöner sind, aber eben nicht so hoch.
Namche Bazar liegt in einem Kessel, der bis vor ein paar Jahren nur im Südteil bebaut und bewohnt war, zwischenzeitlich hat aber der Tourismus einen wahren Bauboom ausgelöst, und der gesamte Kessel ist voll mit Häusern, im wesentlichen Lodges um der Menschen Herr zu werden.
Unsere Lodge ist wieder recht gemütlich, auch wenn wir morgen umziehen müssen, da sie dann voll sein wird. Ist aber alles kein Problem.
In Namche Bazar wird jeden Tag Markt gehalten, auf dem Händler die per Yak über den Nangpa-La aus Tibet kommen alles mögliche verkaufen. Im wesentlichen Turnschuhe und andere Bekleidungsstücke. „Good copy“ ist eine der häufigsten Aussagen. Wenigstens sind sie gleich ehrlich.
Die nächtliche Ausgangssperre die früher wegen der Maoisten verhängt worden ist, besteht zum Glück nicht mehr, allerdings ist Namche jetzt auch kein Ort, in dem man Nachts noch umherspringen will. Komplett am Hang gebaut hätte ich da viel zu viel Angst mir das Genick zu brechen. Und da wir hier 3 komplette Tage zum Akklimatisieren verbringen werden, kann man sich eh alles in Ruhe ansehen.
Am nächsten Morgen führt uns Dawa zum Everest View Hotel, von wo aus man einen fantastischen Blick auf den Tabuche, Mt. Everest, Lhotse, Lhotse Shar und Ama Dhablam hat. Mit dem Wetter haben wir auch Glück, nicht eine Wolke am Himmel.
Das Hotel selber ist einer dieser kranken Bauten mit druckdichten Zimmern, wo sich reiche Touris hinfliegen lassen, sich dann im Zimmer einschließen, den Ausblick genießen und dann wieder runter fliegen ...
Den Nachmittag verbringen wir in Namche, und die nächsten Tage machen wir immer wieder kürzere Touren in der Umgebung. Wenn wir rechtzeitig dran gedacht hätten, wäre wir nach Thame weiter, das auf der gleichen Höhe liegt, hätte dort übernachtet und wären Tags drauf wieder zurück. Das hätte uns zumindest den Lagerkoller erspart, zumindest wollte am Schluss jeder nur noch weg von dort.

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22 Januar 2009

Reisebericht Nepal - Teil 2

Den nächsten Tag hatten wir noch in Kathmandu zur Verfügung, und haben erst mal mit einer weiteren Agentur geklärt, ob das mit unseren Trägern am nächsten Tag in Lukla alles klar geht. Bis zur unserem Abflug hatte ich nämlich noch keine Rückmeldung bekommen, ob die Buchung klar gegangen ist. War aber alles kein Problem, die Mail kam nicht, weil über mehrere Tag das Internet ausgefallen war.
Den Rest vom Tag haben wir dann in Kathmandu verbracht, und einfach nur gestaunt. So ein Chaos und Gewühle hab ich noch nicht erlebt. Alles sehr dreckig, kaputt, improvisiert und arm.
Am nächsten Morgen ging es dann sehr früh an den Flughafen um mit einer Kleinmaschine nach Lukla zu fliegen. Gebucht war Yeti Airlines, da die aber überbucht waren, wurden wir kurzerhand von Agnir Air geflogen. Egal, Hauptsache man kommt überhaupt los.
Wie hieß es im Reiseführer? Wenn Sie wollen, dass alles so klappt wie Sie es geplant haben, oder dass es überhaupt klappt, dann fahren Sie in die Schweizer Alpen!
Der Flug selber hat dann bei schönstem Wetter stattgefunden, und der Anflug auf den Flughafen von Lukla ist einfach beindruckend. Da merkt man wie kurz 500 m Landebahn sein können. Wer sich ein genaueres Bild machen möchte, kann sich bei Youtube reichlich Filme ansehen.
Die Unglücksmaschine liegt noch vor Ort, und man kann auch gut die Stelle erkennen wo sie hängen geblieben ist.
Nach der Landung musste das Aussteigen und von der Maschine weggehen sehr schnell gehen, länger als 15 min steht eine Maschine dort recht selten.
Unser Guide hat uns dann gleich vor der Gepäckausgabe in Empfang genommen. Dort werden zwar die Gepäckabschnitte gefordert, aber letzten Endes werden die Rucksäcke auf Zuruf herausgegeben. Klappt aber alles wie am Schnürchen, 5 min später saßen wir in der Lodge gegenüber und haben unseren Begrüßungstee getrunken.
In der Zeit haben die beiden Träger, die, mal übertrieben gesagt, grad mal einen Kopf größer waren als die Rucksäcke, das Gepäck zusammengebunden, sich auf den Rücken geschnallt und sind schon mal los. Einer hatte dabei 2 Rucksäcke mit jeweils 15 kg und einer hatte nur einen und noch ihr eigenes Gepäck, dass aber vermutlich noch wesentlich leichter war als unsere Daypacks. Die Jungs leben verdammt einfach. Aber immer am Grinsen.
Am ersten Tag sind wir dann von Lukla (2800 m) bis Phakding (2600 m) gelaufen. War eine schöne Eingewöhnung und es ist erstaunlich wie lange man nach oben laufen muss, um 200 Höhenmeter nach unten zu kommen.
Dawa Sherpa, unser Guide, konnte zwar leider nur wenig Englisch, das nötigste ging aber, und was viel wichtiger war, er kannte jeden von dem es wichtig war. Daher hatten wir auch immer richtig schöne Lodges, und auch sonst einen genialen Rundumservice. Er hat uns nämlich nicht nur geführt, sondern auch gleich noch die gesamte Bedienung in den Unterkünften für uns erledigt. Ist wohl normal, aber mit so was rechnet ja keiner.
Die Speisekarte in den Lodges ist erstaunlich umfangreich, allerdings merkt man nach ein paar Tagen, dass es doch alles sehr ähnlich ist. Praktisch immer Gemüse mit Curry und Knoblauch. Auf Fleisch haben wir verzichtet, das findet seinen Weg nämlich auf dem Rücken von Trägern nach oben. Und das heißt: keine Kühlung, keine Verpackung, viel Staub, viel Insekten. Und die Verarbeitung vor Ort ist dann auch nicht gerade das hygienischste.
Gut, einen Hygienetick darf man nicht haben wenn man so eine Tour macht. Nicht immer hat man die Möglichkeit sich zu waschen, was dann doch etwas Improvisationstalent erfordert.
Und wirklich sauber ist dort oben auch nichts, aber es hält sich in Grenzen.
Die Momos (Teigtaschen mit Gemüse, Curry und Knoblauch gefüllt, wahlweise frittiert oder gedämpft) waren auf jeden Fall sehr lecker, und nach dem Waschen draussen vor der Tür, war das Bett sehr bequem wenn auch sehr zugig.
Die Nacht selber ging von der Temperatur her recht gut, im Zimmer hatten wir so um die 10-13 Grad, und in den Schlafsäcken war es daher recht angenehm, fast sogar zu warm, was uns später dann auch zum Verhängnis geworden ist. Man fängt an zu schwitzen, macht den Schlafsack etwas auf, und weil die Fenster und Mauern alles sind, nur nicht dicht, hat man sich ganz schnell einen Zug geholt.

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19 Januar 2009

Spröde, rissige Haut ...

Bevor es mit dem Reisebericht weiter geht, hier noch eine kleine Spielerei.

Reisebericht Nepal - Teil 1

Nachdem schon einige Fragen zu meinem Nepal Urlaub kamen (ja, ihr dürft auch gerne die Kommentarfunktion verwenden, auch bei den Bildern), werde ich jetzt hier in Etappen mal ein bisschen was schreiben.

Ich war mit 2 Freunden auf einer Trekking-Tour zum Gokyo-Ri. Bzw. das war der Plan.
Geplant haben wir es individuell, weil wir uns nicht an eine Gruppe hängen wollten, die wir nicht kennen, und bei denen wir nicht einschätzen können wie sie drauf sind.
Und so konnten wir auch unser eigenes Tempo planen und durchziehen.
Die Vorbereitungen haben im November letzten Jahres begonnen, einfach mal damit, dass wir uns die Tour rausgesucht haben, und den Ablauf mit Hilfe des Lonley Planet Reiseführers aufgestellt haben.
Den Flug nach Kathmandu habe ich im Januar gebucht, und obwohl die Buchungsautomaten erst seit zwei Wochen offen waren, war für den Oktober nur noch schwer was zu bekommen. Also wer so was auch mal machen möchte, Anfang Januar Flüge buchen!
Mitte Oktober ging es dann los: Frankfurt – Kathmandu über Abu Dhabi.
Da wir den Innlandsflug nach Lukla (ja, da wo der Flieger abgestürzt ist, ja, die gleiche Airline, ja nur eine Woche vor unserem Flug) über eine Agentur gebucht hatten, und uns von denen auch gleich noch ein Hotel besorgen lassen haben, wurden wir also am Flughafen von Kathmandu abgeholt.
Ein riesen Flughafen, aber doch sehr heruntergekommen. Da wir unsere Visa schon hatten mussten wir nur noch eine Einreiseformular ausfüllen, das wir aber erst mal finden mussten.
Auf den Tischen waren alle möglichen Formulare wild durcheinander, aber welches das richtige ist war nur daran herauszufinden, dass mir eine Kollegin vor dem Urlaub mitgeteilt hatte wie es aussieht.
Nach Immigration und Zoll dann das Gepäckband. Zur Vereinfachung gibt es nur eins, was aber egal ist, wirklich viele Maschinen kommen ja eh nicht an.
Danach noch schnell Geld umgetauscht. 600 Euro gibt ein verdammt dickes Bündel an 500 Rupienscheinen. Die nachzuzählen ist praktisch nicht möglich. Da heißt es dann Vertrauen haben.
Unser Empfangskomitee hat uns dann auch schon am Ausgang erwartet und los ging es zum Hotel. Ich hab ja schon viel an chaotischem Verkehr erlebt, aber Kathmandu schlägt alles um Längen.
Die Straße hat zwei Spuren in beide Richtungen gefahren wird in jede Richtung auf mindestens 3 Spuren, immer schön durcheinander, mit viel Gehupe aber ohne Unfälle.
Nach 10 min. Fahrt hat es mich aber ob der „guten“ Luft mächtig im Hals gekratzt. Die haben dort kein Feinstaubproblem, die haben noch ein Grobstaubproblem. Die erste Vorbereitung auf die sauerstoffarme Luft weiter oben. Der einzige Sauerstoff der hier vorhanden war kam in Form von C02 oder Kohlenmonoxid vor.

Das Hotel war einfach, aber ok. Gegen 6 Uhr haben wir dann erste Bekanntschaft mit dem angeordneten Stromausfall jeden Tag gemacht. Weil zu wenig Energie vorhanden ist, wird halt 2x am Tag für jeweils ein paar Stunden der Strom abgestellt. Das hat zur Folge, dass alle ihre Generatoren anschmeißen und die Luft noch besser wird ...

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12 Januar 2009

Buddha

Buddha (Sanskrit, m., buddha, wörtlich „Erwachter“) bezeichnet im Buddhismus jemanden, der Bodhi (wörtlich „Erwachen“, oft ungenau mit „Erleuchtung“ übersetzt) erfahren hat. Der historische Buddha, Siddhartha Gautama, verwendete die Bezeichnung „Buddha“ sowohl für sich selbst als auch für diejenigen, welche schon früher so wie er aus eigener Kraft, ohne fremde Anleitung, das Erwachen erlangt hatten.

In Nepal wird meist die Darstellung in Form von Buddha Shakyamuni verwandt.

08 Januar 2009

Roter-Augen-Effekt

Damit es hier mit den Nepalbildern mal nicht zu eintönig wird, mal was anderes zwischenrein.
Diesen Burschen, ein Jungfernkranich, habe ich in einem Zoo aufgenommen.

Nur gut, dass der nicht fotografieren kann. Wenn da ein Familienfest fotografiert würde, hätte der Rot-Augen-Blitz aber ganz schön zu tun ;-)

05 Januar 2009

Mt. Everest - Lhotse

Im Hintergrund des letzten Eintrags hat man den Lhotse schon sehen können. Hier jetzt nochmal in groß und mit dem Mt. Everest auf der linken Seite.
Das gelbliche Band, das man an der Lhotsewand zwischen Everest und Lhotse erkennen kann, sind übrigens Muschelablagerungen.

01 Januar 2009

Himalaya Idylle

Für die Anstrengungen beim Trekking im Himalaya wir man mit so einer Landschaft entschädigt. Muss einem liegen, ansonsten sollte man es bleiben lassen.
Aber es ist schon faszinierend, wenn man sich überlegt, dass man an einer Stelle steht, an der die meisten Berge in Europa schon aufgehört haben, und hier geht es nochmal fast 5000 m weiter hoch.
Nur über die Baumgrenze müsste man mit der Natur dort nochmal sprechen - oder mit den Bäumen bei uns ...